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Aphrodisiaka und Potenzmittel aus der Nahrung


Ein Aphrodisiakum (Mz.: Aphrodisiaka) ist ein Mittel zur Steigerung der sexuellen Begierde und des Lustempfindens. Der Name kommt von der griechischen Göttin der Liebe, Aphrodite.

Einmal gibt es im Bereich der Heilkräuter einige "Luststeigerer", wie z.B. Alraune (Mandragora), Ginseng (eine südostasiatische Pflanze), Muira puama (Potenzholz), Yohimbine (aus der Rinde eines afrikanischen Baumes) und Myrrhe oder Bibergeil.
Nicht zu vergessen die "Spanische Fliege" (Cantharide, wird aus gemahlenen Käfern gewonnen).

Aber auch manche Nahrungsmittel stehen in dem Ruf, ein Aphrodisiakum zu sein. Bei manchen legt schon das Aussehen den Verdacht nahe, es handle sich hier um ein lust- und potenzsteigerndes Mittel. So zum Beispiel sieht der längliche Spargel wie ein Phallus aus. Da muß er doch wirken! Das weibliche Gegenstück sind Feigen.

Oft sind es auch einfach exotische und kostspielige Lebensmittel, denen man eine aphrodisierende Wirkung nachsagt. Im 17. Jahrhundert galten Kartoffeln und Tomaten ("Liebesapfel", "Paradiesapfel") als lustfördernd, heute sind es Kaviar und Hummer.

In der Antike war Sauerampfer (Rumex Acetosa) als Aphrodisiakum beliebt, auch Wein wurde in Mischung mit anderen Rauschmitteln als luststeigernd angesehen. Aber Vorsicht bei Alkohol: Gerade Wein, Sekt und Champagner stehen im Ruf, sexuell anregend zu wirken. Geringe Mengen Alkohol können durchaus enthemmend wirken, aber zu große Mengen können zu Potenzstörungen führen.


Weitere Beispiele für Nahrungsmittel als "Scharfmacher" oder Potenzmittel sind:

Austern (schon Casanova soll täglich Austern zu sich genommen haben)
Schokolade (enthält Phenethylamin (PEA), ein körpereigenes Hormon)
Trüffel (enthält Androstenol)
Sellerie und Petersilie (wirken auf die männlichen Harnwege, das reizt auch die Geschlechtsorgane)
Zimt und Ingwer (stärken die Durchblutung)
außerdem Chili, Knoblauch, Mohn und Bohnenkraut (als Tee)

Können natürliche Aphrodisiaka keine Wunder tun, aber manche ihrer Wirkungen sind wissenschaftlich bewiesen: Einige steigern nachweislich die Empfindsamkeit, regen den Kreislauf an, entspannen die Gefäße oder fördern die Durchblutung. Bei vielen wirkt aber eher der Placebo-Effekt: Wer daran glaubt, dem hilft es.

Das beste Aphrodisiakum ist aber immer noch das gegenseitige Verlangen und das richtige Ambiente. Ein anregendes Essen zu zweit, mit der Vorfreude auf das was danach kommen mag, ist durchaus lustfördernd. Was zählt, ist die Atmosphäre und die Erwartung der Partner.

Die Ähnlichkeiten zwischen einer schönen Mahlzeit und einem Schäferstündchen sind ja auch nicht von der Hand zu weisen: Im Mittelpunkt stehen der Genuss und das Erleben mit allen Sinnen.








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