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Fleur de Sel, Meersalz vom Feinsten

Das wichtigste Gewürz in der Küche ist das Salz. Auch wenn man es mit dem Salzen nicht übertreiben sollte: Ganz ohne Salz schmeckt alles fad.

Salz schmeckt immer gleich, nämlich salzig. Wirklich?

Es gibt grundsätzlich drei Arten von Speisesalz:
Steinsalz: wird in Stollen bergmännisch abgebaut,
Siedesalz: wird durch Verdampfen von unterirdischem Salzwasser (Sole) gewonnen,
Meersalz: die Sonne verdunstet Meerwasser in flachen Becken (sog. Salzgärten) Das Salz kristalliert aus.

Das Meersalz wiederum hat eine edle Schwester: Das Fleur de Sel ("Salzblume"). Diese wertvolle "Blume aus Salz" entsteht nur an sehr heißen und windstillen Tagen. Sie bildet eine hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche und wird (in Handarbeit) mit einer Holzschaufel oder einem Rechen abgeschöpft.
Es wird an der Algarve, in der Bretagne ("Fleur de Sel de Guérande") und in der Camargue ("Fleur de Sel de Camargue") gewonnen.

Fleur de Sel bleibt unbehandelt, wenn es in den Handel kommt. Man soll die Calcium- und Magnesiumsulfat-Anteile schmecken können, die in der Salzblume vorhanden sind (im Gegensatz zum Steinsalz) und seinen Geschmack bestimmen.

Fleur ist wesentlich milder im Geschmack als normales Küchensalz, und es ist sehr knusprig (man nimmt es gerne für den Salzrand bei Cocktails).

Die ersten Kristalle, die sich bei der Entstehung von Fleur de Sel auf dem Wasser bilden, heißen "Flos Salis" (auch: "First Flush"). Diese Kristalle sind sehr groß.

Fleur de Sel und Flos Salis werden ausschließlich zum Würzen bei Tisch verwendet, nie für Spaghettiwasser oder zum Kochen. Dazu ist es viel zu schade.

Bleibt die Frage: Lohnt sich die Ausgabe? Oder schmeckt Salz eben doch nur wie Salz?
Spitzenköche und Gourmets schwören auf Fleur de Sel, und die Anhängerschaft wird immer größer. Da heißt es Ausprobieren:
Eine Prise Fleur de Sel auf eine Tomate oder ein Ei geben, und dann Augen zu und geniessen.

Oder zu der Erkenntnis gelangen: Salz ist und bleibt Salz.

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